Steilküste und dicker Fisch

Am Halbinselteil Fischland in der Nähe von Wustrow gibt es eine Steilküste mit bis zu 9 Metern. Das ist zwar nicht so viel, aber immerhin. Da es dort, zum Verdruss der Bewohner, keinen Küstenschutz gibt, gräbt die Ostsee permanent Material ab. So liegt ein ehemaliger Bunker der NVA mittlerweile in den Wellen. Wenn die Natur ungestört weitergraben darf, wird sie in absehbarer Zeit einen Durchbruch zum Botten geschaffen haben. Am Ostende der Halbinsel verlandet derweil die heutige Verbindung zur Ostsee. Wie gesagt, wenn die Natur darf.

Hinter unserem Domizil befindet sich ein wunderschöner wilder Park mit großen Bäumen. Dort habe ich gestern eine Rarität entdeckt. Das dürften wilde Tulpen sein, wenn ich mich nicht täusche.

Die alte Schmide gehört zum Gutshof und beherbergt ein Café. Dort gibt es selbstgebackene Torten vom feinsten. Heute morgen haben die Eierproduzenten des Guts ihren Rundgang gemacht, als wir uns gerade auf den Weg zur nächsten Wanderung machten, dabei ist den Mistkratzern zum Glück folgendes entgangen:

Ein Ölkäfer, ziemlich selten, rund 30 mm groß. Ist mir bisher noch nie vor die Linse gelaufen.

Und jetzt kommt der dicke Fisch. So dick war er gar nicht, aber für die Möve schon ein Brocken. Sie hätte ihn am liebsten am Stück verschlungen, aber der wollte einfach nicht rein in den Schlund. Wir haben den Kampf eine Weile beobachtet:

Ohne Sandpanade geht leider nicht.

„Ihr braucht gar nicht so unschuldig hier rumstolzieren, glaubt bloß nicht, ihr bekommt was ab!“

Ups, sind wir am Mississippi? Nein, dieses Boot fährt auf dem Prerowstrom von Prerow in den Botten. Letztes Jahr haben wir uns dieses Vergnügen gegönnt, heute sind wir am Strom entlang gewandert bis nach Zingst.

 

3 Gedanken zu “Steilküste und dicker Fisch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.